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Wilkie Collins - Ein biographisch-kritischer Versuch

von Ernst Freiherr von Wolzogen (1855-1934)

Kapitel 11



„Herz Königin“ (The queen of hearts) ist ein Pendant zu „In der Dämmerstunde“. Eine Sammlung von zehn bereits früher mehrfach verwendeten Erzählungen, welche durch eine Rahmenerzählung zu einem Dekameron zusammengefaßt sind. Der Verfasser bezeichnet dieselben in seiner Dedikation an den französischen Kritiker Emile Forgues selbst als Studien und als solche ffassen wir sie auch nur auf. Die meisten derselben sind nur abenteuerliche Anekdoten. Einige derselben nehmen wieder „die Nachtseiten der Natur“ zum Vorwurf. In den Erzählungen „Das Traumweib“ und „Der tolle Monkton“ ist dieses besonders der Fall. In der ersteren werden Traum und Wirklichkeit in einer Weise vermengt, die uns zwar während des Lesens zu spannen vermag, nachher aber doch nur ein ungläubiges Lächeln erregt. In der letzteren bringt eine grauenhafte Familienprophezeiung den letzten Sprößling des betreffenden Hauses zum Wahnsinn und erfüllt sich auf die unerhörteste Weise. Die Schilderung der abergläubischen Angst des armen Monkton ist packend und wahr, das Ganze aber so sehr auf gruseligen Nervenreiz angelegt, daß man sich unmöglich daran erinnern kann. Die Geschichte erinnert in der Darstellung an W.A.T. Hoffmann. Die anderen sind bloße Geheimnis-, Intrigen- und Abenteuergeschichten ohne besonders charakteristische Eigenschaften, außer etwa, daß sie alle gut und spannend erzählt sind. Eine tiefere Wirkung, wie etwa die Geschichte „Gabriels Hochzeit“, erreicht keine derselben.

Eine meisterhafte kleine Novelle ist „John Jagos Geist“. Wieder eine Mordgeschichte, diesmal auf einer amerikanischen Farm spielend, musterhaft in der Komposition und der Charakteristik der wenigen Figuren. Die Geschichte ist in der ersten Person erzählt. Der Schreiber, ein englischer Advokat besucht das Haus eines Verwandten in Amerika, um sich dort in der Ruhe des Landlebens und der anderen Luft zu erholen. Er befindet sich in einem Familienkreise, wie er ungemütlicher kaum zu denken ist. Der alte Besitzer der Farm, der an seinen Krankenstuhl gefesselt die Wirtschaft seiner erwachsenen Söhne nicht kontrollieren kann, hat einen Ober-Aufseher angestellt, dessen Autorität den Söhnen höchst unangenehm ist und welcher durch die Herrschaft, die er auf den Vater ausübt und durch sein überlegenes, höhnisches Wesen ihren Groll bis zum tödlichsten Haß steigert. Die älteste Tochter, eine heuchlerisch fromme, spionierende, jeder Anmut entbehrende alte Jungfer trägt was in ihren Kräften steht dazu bei, um die Verhältnisse vollends ungemütlich zu machen, indem sie John Jagos, des Verwalters, Partei nimmt, weil sie sich Hoffnung macht, dieser werde sie heiraten. Die einzige lichte Figur in dem düsteren Hause ist die allerliebst gezeichnete Naomi, eine verwaiste junge Cousine, welche der alte Vater zu sich genommen hat und welche bereits halb und halb des älteren Sohnes, Ambrosius, Braut ist. Aber auch John Jago, ein unheimlicher Mensch, ist in Naomi rasend verliebt und gesteht ihr diese Liebe in einem nächtlichen Rendezvous ein. Dasselbe wird jedoch verraten und die beiden Brüder stellen ihn darüber in brutaler Weise zur Rede. John Jago kehrt von einem Gange, den er an jenem Tage zu machen hat, nicht wieder zurück. Sein spurloses Verschwinden lenkt den Verdacht des Mordes auf die beiden Brüder, und diese werden verhaftet, als man in einer Kalkgrube dem Vermißten angehörige Gegenstände auffindet. Die Gerichtsverhandlungen ergeben so viel Verdachtsmomente gegen die beiden Brüder, daß die Verurteilung unzweifelhaft scheint. Naomi aber glaubt fest an die Unschuld des Geliebten und erläßt einen Aufruf in den Zeitungen, um den verschollenen John Jago aufzufinden. Da legt der jüngere Bruder Silas das Geständnis ab, daß Ambrosius den Mord wirklich begangen habe. Naomi glaube aber auch jetzt noch an Ambrosius‘ frühere Erklärung des Vorgefallenen. Wenige Tage vor der Schlußverhandlung gibt Ambrosius selbst das Verbrechen zu und behauptet, um dem Tode durch Henkershand zu entgehen, er habe aus Notwehr gehandelt. Beide Brüder werden verurteilt. Da erscheint in der Nacht der leibhaftige John Jago unter Naomis Fenster und erklärt sich bereit, durch sein Erscheinen vor Gericht die Brüder zu retten, falls Naomi versprechen wolle, ihn dann zu heiraten. Durch die Geistesgegenwart des mutigen Mädchens und mit Hilfe des englischen Freundes wird John Jago dingfest gemacht. Naomi aber, welche nach der Erkenntnis der jämmerlichen Feigheit, welche beide Brüder durch ihre Geständnisse an den Tag gelegt, diese gründlich verachten gelernt hat, folgt dem liebenswürdigen Engländer als seine Gattin über das Meer.

Die kleine Erzählung ist durch die Knappheit des Vortrags, die sehr geschickt bewirkte Spannung und die dramatische Lebendigkeit der wenigen Szenen wirklich bewundernswert, um so mehr, als das Hauptinteresse nicht in dem Kriminalfall, sondern in der liebenswürdigen Figur der anmutigen Heldin ruht.

Das hübsche Büchlein ist deutsch bei Otto Janke (Berlin 1875) erschienen.

„In der Dämmerstunde“ (After dark) ist eine Sammlung von sechs bereits in Dickens Zeitschrift Household words abgedruckten Erzählungen (mit Ausnahme derjenigen von Lady Glenwith Grange), welche durch eine Rahmenerzählung miteinander verbunden sind. Der Verfasser bemerkt in dem vorausgeschickten Vorworte, daß dieselben auf ihm von Freunden mitgeteilten, wahren Anekdoten beruhen. Dies hat natürlich auf den literarischen Wert derselben keinen Einfluß; wenn sie nicht wahr wären, so wären sie doch gut erfunden – und das kommt auf dasselbe heraus. Sie sind allesamt ganz schlicht erzählt, wie es sich gebührt, gemäß der durch den Rahmen gegebenen Voraussetzung, welche sie als die Aufzeichnungen eines reisenden Portraitmalers darstellt. Sie gehören zu dem besten, was Wilkie Collins in diesem kleinen Genre geschaffen hat. Einige davon haben nur ein anekdotenhaftes Interesse, andere wirken durch die frappierende Merkwürdigkeit ihres Inhalts und die Schlichtheit des Vortrags geradezu ergreifend. Zu den ersteren gehören die Erzählung von dem entsetzlichen fremden Bett, welche die Erlebnisse eines jungen Engländers schildert, der in einer Pariser Spielhölle die Bank gesprengt hat und dann in dem Hause derselben auf eine raffinierte Weise umgebracht werden soll, und zwar indem der schwere Himmel seines Bettes durch eine geräuschlose Maschine langsam auf ihn herabgesenkt wird, um ihn zu erdrücken. Die entsetzliche Nacht ist mit unheimlicher Anschaulichkeit geschildert. Die zweite Geschichte handelt von den schlauen Kniffen eines Rechtsanwalts, durch welche er einen gestohlenen Brief dem Diebe ablistet; sie hat nur stoffliches Interesse. Die dritte, „Schwester Rose“, spielt zur Zeit der Schreckensherrschaft in Paris und gewinnt durch diesen Hintergrund ein erhöhtes Interesse; auch sind die handelnden Personen charakteristisch genug, um den Leser zu fesseln und die Kunst des Erzählers zu zeigen. „Lady Glenwith Grange“ ist die Geschichte eines kühnen Betrügers, welchem ein Mädchen aus vornehmer Familie zum Opfer fällt. Die selbstlose, feinfühlige Schwester dieses Mädchens ist die beste Gestalt dieser Erzählung. Die beiden letzten Nummern sind die hervorragendsten der Sammlung. Die Erzählung „Gabriels Hochzeit“ spielt zur Zeit der grausamen Verfolgung der gläubigen Bretonen zur Zeit der Einsetzung der Göttin der Vernunft. Das Verbrechen eines armen Fischers, die Folgen desselben für seine Familie, die Schatten, die es in das glückliche Liebesverhältnis seines ältesten Sohnes zu einem braven Fischermädchen wirft und die Sühne desselben durch das tot geglaubte Opfer, sowie die Buße, welche der Verbrecher dadurch ausübt, daß er alle die zertrümmerten Kreuze in der Gegend wieder aufrichtet, wirken spannend und ergreifend. Es ist dies vielleicht die beste kleine Erzählung von Wilkie Collins. Die letzte sehr wunderbare, spannende und trefflich erzählte Geschichte von „Der gelben Maske“, enthält die Intrige eines italienischen Priesters, um das große Vermögen eines jungen Mannes, welches dessen Vorfahren in den italienischen Bürgerkriegen auf Kosten der Kirche erworben haben, dieser wieder zuzuführen. Sämtliche Figuren derselben sind sorgfältig gezeichnet und aufs Glücklichste gelungen, so besonders die des Priesters Rocco, welcher durchaus nicht etwa ein gewissenloser Bösewicht ist, sondern vielmehr ein Mann, der die Pflichten seines Standes mit wirklicher Hingabe erfüllt und vollkommen selbstlos in der Überzeugung der Heiligkeit seines Zweckes mit dem erfinderischesten Raffinement an dessen Erreichung arbeitet. Als seine betrügerischen Manipulationen ans Tageslicht kommen, stellt er sich sofort seiner geistlichen Behörde, und läßt sich ohne Murren als Missionar in ein ungesundes tropisches Klima schicken. - In allen diesen Erzählungen ist kein überflüssiges Wort verschwendet. Die Ereignisse ziehen sozusagen taktmäßig an uns vorüber. Schatten und Licht sind, wie in einer gut gemalten Vedute künstlerisch verteilt. Die Lösung überall durchaus natürlich und befriedigend, so daß wir alle diese kleinen Geschichten wohl als Muster ihrer Gattung hinstellen dürfen.

Die Übersetzung (Otto Janke, Berlin 1874) wimmelt leider von Fehlern und ist höchst dilettantisch und ungeschickt in der Diktion.

Es ist ein äußerst seltenes literarisches Ereignis, daß ein Schriftsteller, welcher die größte Zeit eines langen Lebens hindurch ein scharf begrenztes Genre kultiviert und dadurch einen Weltruf errungen hat, in seinen alten Tagen sich auf ein ihm bisher fremdes Gebiet wagt und diesen gefährlichen Schritt mit glücklichstem Erfolg tut. Wilkie Collins, welcher, nachdem Dumas‘ und Eugen Sues Ruhm verblaßt ist, der ganzen Welt als Meister des anständigen literaturwürdigen Sensationsromanes gilt, schreibt in seinem achtundfünfzigsten Lebensjahr einen neuen großen Roman, welcher lediglich durch seine Tendenz und durch die Detailarbeit fesseln soll! In einem Briefe, den er mir Ende vorigen Jahres schrieb, beklagt er sich bitter darüber, daß Vielschreiber ohne künstlerischen Ernst seinen Stil nachahmten und dadurch denselben gemein, die ganze Gattung des sogenannten Sensationsromanes aber anrüchig machten.

Seine unerschöpfliche Phantasie, sein großartiges Kompositionstalent mußten ihn allerdings auf jenes Gebiet hindrängen, auf welchem es für ihm am leichtesten war, Lorbeeren zu erringen. In seinem 1883 erschienenen Werke „Heart and Science“ hat er jedoch gezeigt, daß seine Kraft durchaus ausreichend sei für einen Charakter- und Tendenzroman ersten Ranges. In seiner neuen Art rangiert dieses Werk gleich hinter „The woman in white“ und neben „Poor Miss Finch“ und „Hide and Seek“.

Der Inhalt ist kurz folgender: Ähnlich wie in G. Kellers „Sinngedicht“ beschließt ein junger Mediziner, Ovid Vere, der sich bereits einen gewissen Namen in der wissenschaftlichen Welt gemacht und sich arg überarbeitet hat, seine Studien längere Zeit ganz an den Nagel zu hängen und durch vollständiges Nichtstun und Reisen seine Nerven wieder zu kräftigen. Am Abend vor seiner Abreise sieht er zum ersten Mal seine Cousine, die höchst anziehende Tochter eines in Italien verstorbenen Oheims, und verliebt sich so in sie, daß er vorläufig seine Reise aufschiebt. Diese Cousine, Carmina, ist Universalerbin ihres sehr reichen Vaters und Ovids Mutter ist zu ihrer Vormünderin eingesetzt. Ein Passus des Testamentes besagt, daß dieselbe, falls Carmina unverheiratet stirbt, den größten Teil ihres Vermögens erhalten solle. Ovids Mutter ist einerseits eine Gelehrte, welche sich mit Professoren der Physiologie in öffentliche Diskussionen einläßt und durch wissenschaftliche Kaulquappenbehandlung künstliche Frösche zu erzeugen bestrebt ist, andererseits aber sich darauf kapriziert, es ihrer vornehm verheirateten Schwester im Luxus gleich oder womöglich zuvorzutun und deshalb aus einer Geldverlegenheit in die andere gerät. Die Klausel des Testamentes ihres Bruders eröffnet ihr nun die Aussicht auf Befreiung von allen diesen Sorgen, wenn es ihr gelingt, die Heirat ihrer Nichte zu verhindern und sie selbst womöglich bald unter die Erde zu bringen. Sie veranlaßt zunächst Carmina, ihren Einfluß auf Ovid dazu zu benutzen, diesen zu einer Reise nach Kanada zu bewegen, und benutzt dann die Abwesenheit des Sohnes in der allergewissenlosesten Weise zu unaufhörlichen Quälereien, welche die arme Carmina schließlich fast um den Verstand bringen und ihr Leben ernstlich gefährden. Ovid kommt gerade noch rechtzeitig zurück, um Carminas Gehirnleiden durch eine ganz neue, ihm in Kanada durch einen Zufall aufgegangenen Methode der Behandlung zu retten und dem verderblichen Einfluß seiner Mutter für immer zu entziehen. - Das ist im allgemeinen der tatsächliche Inhalt des Romanes. Die Tendenz desselben ist ein energischer Protest gegen die Überhebung der modernen Naturwissenschaft. Ovids Mutter ist vielleicht in ihren physiologischen Bestrebungen bezüglich der künstlichen Kaulquappenentwicklung stark karikiert, aber ihr Charakter ist vortrefflich durchgeführt und ihre Gemütsverrohung bei und wegen all der Gelehrsamkeit ist überzeugend motiviert. Ihre beiden Töchterchen aus der zweiten Ehe mit einem nichtssagenden, aber äußerst guten Manne, werden von Kindesbeinen an wissenschaftlich genudelt, was denn bei der älteren auch die erstrebte Herzensverfettung erzeugt und sie zu einem unausstehlichen modernen Musterkind ohne eine Spur von Naivetät macht, während die jüngere, Zoe, in ihren dummen Kopf absolut nichts hineinbringt, aber sich gemütlich nur um so besser befindet und schließlich auch durch ihren glücklichen Gedanken, heimlich an Ovid zu schreiben, die Wendung zum guten Ende herbeiführt. Psychologisch am interessantesten ist die Figur der Gouvernante Miß Minerva, welche eine unglückliche Neigung für Ovid hegt und, von wahnsinnigem Haß und Neid erfüllt, zunächst eine Bundesgenossin der niederträchtigen Tante wird, allmählich aber durch Carminas alles besiegende, duldende Liebenswürdigkeit gänzlich umgewandelt und deren treueste Freundin wird. Das langsame Auftauen dieser im eisigen Hauche des Unglücks, der Pedanterie, des Neides und anderer böser Leidenschaften fast gänzlich verwelkten Seele im warmen Sonnenstrahle reinen Mädchentums, ist mit einer Sorgfalt der Motivierung und Feinheit psychologischer Beobachtung beschrieben, welche des größten Künstlers würdig sind. Eine andere ungemein charakteristische Figur, welche vielleicht in der Erinnerung der Leser sich ebenso festsetzen wird, wie einst der Graf Fosco aus der „Frau in Weiß“, ist der einsiedlerische Physiolog Benjulia, welcher auf dem Wege der Vivisektion demselben System in der Behandlung von Gehirnkranken vergeblich nachspürt, welches Ovid durch einen Zufall findet. Benjulia ist einer jener auch bei uns zahlreich vertretenen Männer der „reinen Wissenschaft“, welche offen zugeben, daß ihnen die leidende Menschheit ebenso gleichgültig sei, wie die Folterqualen, welche sie ihren Versuchstieren auferlegen, daß die wissenschaftliche Erkenntnis, die Forschung Selbstzweck und diesem alle Mittel heilig sein müssten. Er ist es, welcher an Carminas Krankenlager gerufen, absichtlich nichts zur Hebung ihrer Verstandesstörung tut, um nur den „interessanten Fall“ in Ruhe studieren zu können. Auch die weniger hervortretenden Figuren, der herzensgute Gemahl en titre, Mr. Gallilee, die italienische Amme Carminas, welche ihren Liebling mit Nägeln und Zähnen zu verteidigen bereit ist, und der Klavierlehrer Le Franc, welchen die kluge Herrin des Hauses zu ihrem Helfershelfer zu machen weiß – alles das sind ungemein lebenswahre Figuren. In die aufregende, peinigende Haupthandlung fallen vielfach Lichtstrahlen jenes glücklichen Humors, welcher auch Collins‘ verzwickte Mordgeschichten hoch über ihres Gleichen in Deutschland hebt. Sprache und Stil sind durchweg charakteristisch und sorgfältig gefeilt. Man braucht nicht zu leugnen, daß der Tendenz zu Liebe manches übertrieben sein mag: eine solche Übertreibung muß ja notwendig immer entstehen, wo der Künstler für seinen Zweck eine Anzahl von Figuren vereinigt, natürlich von möglichst frappanter Physiognomie, welche im wirklichen Leben doch nur zerstreut vorkommen. Der Humorist hat gleichfalls das Recht, zu übertreiben, ein Recht, wovon z.B. Dickens reichlich Gebrauch gemacht hat, - nur muß dabei die poetische Objektivität, das künstlerische Maß bewahrt bleiben; und dies ist in „Heart and Science“ durchaus der Fall. Das Buch ist das Werk eines reifen Geistes, welchem ein echt künstlerisches Bewußtsein Flügel lieh. Es wird von den Leihbibliotheksabonnenten nicht verschlungen werden, wie „der Mondstein“ z.B., aber es wird Wilkie Collins einen neuen, vornehmeren Leserkreis zuführen, welcher bislang vielleicht geringschätzig auf den Kriminalisten herabgesehen hat.

Welch ein starkes Talent, das im Herbst des Lebens sich auf neue Bahnen begibt, ohne zu straucheln, vielmehr mit sicherer Berechnung seiner Kraft sein neues, höher gestecktes Ziel erreicht!


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