Deutsche Wilkie Collins Fanpage - Herz und Wissen - Herz und Wissen - Capitel XLIV
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Herz und Wissen



Capitel XLIV.

Mrs. Gallilee's Page —— welcher in der Abwesenheit des Bedienten den Dienst im Flur hatte — hatte Benjulia eben in die Bibliothek treten lassen, als die Glocke von Neuem gezogen wurde. Der jetzt Angekommene war Mr. Le Frank, welcher große Eile zu haben schien. Derselbe sagte, ohne irgend eine Frage zu thun: »Hier, bringen Sie Mrs. Gallilee meine Karte.«

»Die gnädige Frau ist nicht zu Hause.«

Der Musiklehrer sah voll Ungeduld nach der Saaluhr, welche auf halb sechs Uhr zeigte. »Erwarten Sie Mrs. Gallilee bald zurück?«

»Wir wissen es nicht, mein Herr. Der Bediente hat Befehl, um fünf mit dem Wagen zur Stelle zu sein.«

Nachdem er einen Augenblick nachgedacht hatte, zog Le Frank einen Brief aus der Tasche. »Sagen Sie Mrs. Gallilee, daß ich nicht länger warten könnte, und geben Sie ihr diesen Brief, sowie sie nach Hause kommt.« Dann ging er wieder.

Der Page betrachtete den Brief, der versiegelt war und über der Adresse die unterstrichenen Worte »Privatim. Dringend.« trug.

»Wieder einer, der Geld haben will,« dachte er in Erinnerung ähnlicher Briefe von Geschäftsleuten, die denselben Vermerk getragen hatten.

Als er den Brief auf den Saaltisch legte, trat Benjulia, der des müßigen Wartens bereits müde war, aus der Bibliothekthür.

»Ist es erlaubt, in der Bibliothek zu rauchen?« fragte er.

Der Page sah mit der Bewunderung eines Zwerges zu dem vor ihm stehenden Riesen auf und entgegnete mit einer über seine Jahre hinausgehenden Ueberlegung: »Wollen Sie, bitte, in das Rauchzimmer treten, mein Herr?«

»Ist Jemand darin?«

»Der Herr.«

Sofort lehnte Benjulia die Einladung ab. »Ist sonst noch Jemand zu Hause?« fragte er.

»Miß Graywell ist oben, und ich glaube, Mr. Null ist bei ihr,« antwortete der Page.

»Wer ist das?«

»Der Doktor.«

Benjulia wollte auch den Doktor nicht stören und versuchte es mit einer dritten Frage: »Wo ist Zo?«

»Hier!« rief eine schrille Stimme aus den oberen Regionen. »Wer bist Du?«

Zur größten Verwunderung des Pagen antwortete der Riese mit der tiefen Baßstimme vollkommen ernst: »Ich bin Benjulia.«

»Komm herauf!« rief Zo, und Benjulia ging die Treppe hinauf.

»Wartet« schrie die Stimme von oben, und Benjulia blieb stehen.

»Hast Du Deinen großen Stock mitgebracht?«

»Ja.«

»Bring ihn mit herauf.«

Benjulia ging wieder in die Halle, wo ihm der Page ehrerbietig den Stock überreichte.

»Mach rasch!« rief Zo, ungeduldig werdend. Und Benjulia beschleunigte gehorsamst seine Schritte. Zo verließ trotz der schwach vernehmbaren Einsprache des beaufsichtigenden Mädchens das Schulzimmer, um ihn an der Treppe zu empfangen, und als sie sich auf dem Flur vor Carmina's Zimmer trafen, setzte sie sich sofort in Besitz des Bambusrohres und ging ins Zimmer voran. »Carmina, hier ist der große Stock, von dem ich Dir erzählt habe,« kündete sie an.

»Wessen Stock, mein Kind?«

»Komm herein Benjulia,« wandte sich die Kleine nach diesem um und faßte seine Rockschöße.

Mr. Null erhob sich instinktmäßig. War dies sein berühmter Kollege? Carmina, welche an den Tag dachte, da Ovid ohnmächtig geworden war und der große Mann sie so rauh behandelt hatte, erschien mit einigem Widerstreben an der Thür und lud ihn, weitere Rohheit befürchtend, verwirrt ein näherzutreten.

Unbeweglich auf dem Flur stehend, sah er sie schweigend an, dabei sich die ernste Frage vorlegend, an die auch Mr. Mool schon gedacht hatte, ob Mrs. Gallilee wohl in ihrer Gegenwart die Verleumdung gegen ihre Mutter wiederholt hätte, die als Lüge bloßzustellen, der Zweck seines Hierseins war.

Mr. Null, der Benjulia respektvoll betrachtete, sah hier eine Gelegenheit, sich selbst in einem günstigen Lichte zu zeigen, schwenkte die Hand gegen Carmina hin und sagte: »Eine Nervenprostration bei meiner interessanten Patientin, wie Sie, Herr Kollege, ohne Zweifel bemerken. Es geht mit dem Erholen nicht so rasch, wie ich gehofft hatte; ich denke, ihr die Seeluft zu empfehlen.«

Benjulia richtete langsam die traurigen grauen Augen auf ihn und wußte sofort, weß Geistes Kind er vor sich hatte. Mr. Null fühlte den Blick bis ins Mark der Knochen; er verbeugte sich ehrerbietig und verabschiedete sich.

Währenddessen hatte sich Benjulia überzeugt, daß die Verwirrung, welche Carmina in ihrem Benehmen bekundete, einfach ihrer Schüchternheit zuzuschreiben war, und damit hatte sie aufgehört ein Interesse für ihn zu haben. Er war bereit, mit der kleinen Zo zu spielen —— aber nicht in der Gegenwart des jungen Mädchens —— deshalb sagte er in seiner ruhigen, gleichgültigen Weise: »Ich warte auf die Rückkehr Ihrer Tante. Wenn Sie mich entschuldigen wollen, will ich lieber wieder nach unten gehen; ich will nicht stören.«

Eine Röthe überzog ihr bleiches Gesicht, und in der Meinung, daß sie ihn zu wenig gastfreundlich und zu kalt empfangen hätte, sah sie ihn mit einem scheuen und beunruhigten Lächeln an und sagte:

»Bitte, erwarten Sie die Rückkehr meiner Tante hier; Zo wird Sie jedenfalls unterhalten.« Und Zo unterstützte die Einladung dadurch, daß sie den Stock versteckte und wieder von den Rockschößen ihres großen Freundes Beschlag nahm.

Ohne die Kleine zu beachten, ließ er sich von derselben ins Zimmer ziehen. Er hatte in demselben Momente, da Carmina lächelte, seinen schweigenden forschenden Blick wieder auf sie gerichtet und machte auf Grund seiner langen schrecklichen Erfahrung in dem nervösen Bewegen ihrer Augenlider und Lippen seine unbarmherzigen Entdeckungen. Während das arme Kind sich mit dem Gedanken schmeichelte, endlich den richtigen Eindruck auf ihn gemacht zu haben, hatte sie nur erreicht, für ihn ein Gegenstand im Stillen verfolgter ärztlicher Beobachtung zu werden; und als er nun auf einem Stuhle neben ihr Platz nahm und Zo auf seinen Schooß klettern ließ, bedauerte er sein kaltes Entgegenkommen gegen Mr. Null; sie mochte ja unter gewissen Bedingungen einer Nervenerregung einen interessanten Fall abgeben. »Hätte ich gegen diesen Dummkopf nur gewöhnliche Höflichkeit gezeigt,« so dachte er, »so wäre ich vielleicht zu einer Konsultation aufgefordert worden.«

Sie saßen alle drei schweigend da, bis Zo anfing:

»Du hast mich ja noch nicht gekitzelt; zeige Carmina, wie Du es machst.«

Dann operierte er ganz ernst auf dem Nacken der Kleinen, die sich darauf kreischend hin und her wand. Als er abließ, rief Zo den Hund und kommandierte:

»Jetzt laß Tinker mit dem Beine schlagen.«

Wiederum kam er ihrem Wunsche nach, aber die kleine Tyrannin war noch nicht zufrieden, sondern verlangte:

»Und jetzt kitzle Carmina!«

Er hörte dies, ohne zu lachen, seine fleischlosen Lippen kannten ja kein Lächeln; und als Carmina lachte, betrachtete er sie zu ihrer größten Verwirrung mit noch forschenderer Aufmerksamkeit. Diese forschend kalten Augen übten einen unerklärlichen Eindruck auf sie, brachten sie auf und erschreckten sie wieder. Als sie das unter ihnen herrschende Stillschweigen nicht länger ertragen konnte, fing sie über den ersten besten Gegenstand ein Gespräch an, war laut und familiär —— schämte sich ihrer Dreistigkeit, war aber nicht im Stande, sich zu beherrschen.

»Sie haben Zo sehr gern!«« sagte sie plötzlich.

»So?« antwortete er.

Sie wollte nicht weiter sprechen und that es doch. »Und Zo hat Sie jedenfalls auch sehr gern.«

»Hast Du mich sehr gern?« fragte er, das Kind ansehend.

Ihn groß ansehend, kletterte Zo von seinem Schooße, trat einige Schritte zurück, um nachzudenken, und sah ihn wieder groß an.

Er wiederholte die Frage ruhig, und jetzt antwortete Zo dasselbe, was sie damals im zoologischen Garten Teresa geantwortet hatte: »Ich weiß nicht.«

Etwas betroffen wandte er sich langsam wieder an Carmina und sagte: »Ich weiß es auch nicht.«

Als Zo hörte, daß der große Mann nicht klüger war als sie, kam sie wieder zu ihm —— ohne indessen wieder auf seinen Schooß zu steigen. Plötzlich klatschte sie in die Hände und rief: »Wir wollen etwas spielen. Kennst Du Spiele?«

Er schüttelte den Kopf.

»Kanntest Du denn keine Spiele, als Du so groß warst wie ich?«

»Die habe ich vergessen.«

»Hast Du denn keine Kinder?«

»Nein.«

»Hast Du auch keine Frau.«

»Nein.«

»Auch keinen Freund?«

»Nein.«

»Dann bist Du ja ein elender Mensch.«

Dank Zo fand das Gefühl nervöser Gedrücktheit bei Carmina einen Weg, sich zu erleichtern; sie lachte laut und heftig auf, und dieser Ausbruch schien hysterisch werden zu wollen, als ihr die schweigend und fragend auf sie gerichteten Augen Benjulia's gerade im kritischen Momente ihre Selbstbeherrschung wiedergaben. Aber wenn auch ihr Lachen dahinstarb, der aufregende Einfluß blieb noch und zwang sie zu der anderen Alternative, etwas zu sagen, einerlei was.

»Ich könnte solch ein einsames Leben, wie Sie es führen, nicht ertragen,« sagte sie zu ihm so laut und vertraulich, daß es sogar Zo auffiel.

»Ich auch nicht,« stimmte er zu, »wenn nicht Eins wäre.«

»Und was ist das?«

»Warum sprichst Du so laut?« fragte Zo dazwischen. »Glaubst Du, daß er taub ist?«

Ohne das Auge von Carmina abzuwenden, verwies Benjulia das Kind durch ein Zeichen zur Ruhe und antwortete, als ob keine Unterbrechung stattgefunden hätte:

»Meine medizinischen Studien versöhnen mich mit meinem Leben.«

»Und wenn Sie nun dieser Studien überdrüssig werden?« fragte sie.

»Das wird nie der Fall sein.«

»Wenn Sie aber nicht weiter studieren könnten?«

»Dann würde ich nicht weiter leben.«

»Meinen Sie, daß es Ihr Tod sein würde, davon abzulassen?«

»Nein.«

»Was meinen Sie denn?«

Er legte seine großen weichen Finger an ihren Puls und hielt sie absichtlich am Arm fest, als sie vor seiner Berührung zurückschrak. »Sie werden aufgeregt. Kümmern Sie sich nicht darum, was ich meine.«

Zo, welcher es nicht gefiel, daß sie unbeachtet gelassen wurde, sah eine günstige Gelegenheit, sich zur Geltung zu bringen, und sagte: »Ich weiß, warum Carmina aufgeregt ist. Die alte Frau kommt um sechs.«

Ohne dem Kinde Beachtung zu schenken, fragte er Carmina, von der er kein Auge abwandte: »Wer ist die Frau?«

»Die beste Frau in der Welt,« rief sie, »meine liebe alte Amme!« Dabei sprang sie vom Sopha auf und zeigte mit übertrieben theatralische: Gebärde auf die Uhr auf dem Kaminsims. »Sehen Sie, es fehlen nur noch zehn Minuten an sechs Uhr. In zehn Minuten werde ich Teresa im Arm halten. Sehen Sie mich nicht so an. Sie haben Schuld, wenn ich aufgeregt bin —— mit Ihren schrecklichen Augen. Komm her, Zo! ich will Dir einen Kuß geben.« Sie ergriff das Kind mit einer Heftigkeit, die dasselbe erschreckte, und sah den Doktor wild an. »Hu! Sie verstehen weder die Liebe noch das Küssen, nicht wahr? Wozu mit Ihnen von meiner alten Amme sprechen!«

Er zeigte auf das Sopha, »Setzen Sie sich wieder.«

Sie gehorchte ihm —— aber er hatte sie doch noch nicht ganz beruhigt. Ihre Augen funkelten und sie fuhr fort: »O, Sie sind ein grausamer, ein elender Mann, mit dem es ein schlechtes Ende nehmen wird! Sie haben nie Jemanden geliebt —— wissen gar nicht, was Liebe ist.«

»Und was ist sie?«

Diese eisige Frage kühlte sie in einem Augenblicke ab; ihr Kopf sank auf die Brust und sie wurde plötzlich gleichgültig gegen die Personen und Dinge um sie her. »Wann kommt Teresa nur?« flüsterte sie für sich hin. »O, wann kommt sie nur!«

Jeder andere Mann würde in diesem Augenblick schon aus bloßem Instinkt ein freundliches Wort zu ihr gesagt haben; in Benjulia's undurchdringlicher Gelassenheit aber veränderte sich nichts —— sie hätte ebenso gut ein Mann, ein Kind oder das Bild eines Mädchens sein können, anstatt das Original selbst. Ruhig nahm er seine Frage wieder auf:

»Nun, und was ist Liebe?«

Sie sprach nicht und rührte sich nicht.

»Ich möchte es wissen,« beharrte er, wartend, was kommen würde. Es kam aber Nichts. »Das ist die Reaktion,« dachte er, ohne über die plötzliche Veränderung in Verlegenheit zu sein. »Wir werden sehen, wie es verläuft.«

Zo, welche zugehört hatte, sah wieder die Gelegenheit, sich Beachtung zu verschaffen, da sie diesmal ihrer aber nicht ganz sicher war, wandte sie sich an Carmina: »Sagte er nicht eben, er möchte was wissen? Soll ich ihm sagen ——?«

Da Carmina weder hörte, noch sie beobachtete, versuchte sie es bei Benjulia. »SolI ich Dir sagen, was wir in der Schule thun, wenn wir was wissen Wollen?« Aber auch seine Gedanken schienen weit von ihr ab zu sein. »Hörst Du zu?« fragte sie und legte das Händchen auf sein Knie.

Es war nur eine Kinderhand —— die Hand eines faulen, eigensinnigen Kindes —— aber sie berührte die einzige zarte Stelle, die vor ihm selbst so tief versteckt lag, daß sogar sein weitreichender Intellekt vergeblich nach ihr umhertastete. Und doch kämpfte das Gefühl, welches ihn zu der Kleinen zog, erfolgreich mit dem medizinischen Interesse an einem Falle von Nervenzerrüttung! Diese unerfaßbare Sympathie mit einem Kinde schimmerte aus seinen Augen und klang leise durch seine Stimme, als er antwortete: »Ich höre Dir zu. Was macht Ihr in der Schule?«

»Wir schlagen im Lexikon nach,« erwiderte Zo. »Carmina hat eins; ich will es holen.«

Sie kletterte auf einen Stuhl, suchte das Buch und legte es dann Benjulia in den Schooß. »So, nun sieh nach.«

Er that ihr schweigend und mechanisch den Willen —— gerade wie vorher mit dem Stocke und dem Kitzeln. Als er das Buch aufschlug, blickte er wieder nach Carmina hin, die sich noch nicht gerührt hatte und zum Einschlafen müde zu sein schien. Die Reaktion —— Nichts als die Reaktion; dieselbe mochte vier Stunden dauern oder in der nächsten Minute zu Ende sein, es war in jedem Falle ein interessanter Gemüthszustand. Er suchte im Wörterbuch.

»Liebe,« brummte er. »Ich scheine ein Gegenstand des Mitleids zu sein, weil ich nichts von Liebe weiß. Nun, was sagt denn das Buch darüber.«

Er fand das Wort und folgte den einzelnen Erklärungsparagraphen mit dem Finger. »Eine Affektion der Seele, erregt durch Schönheit und Werth irgend welcher Art, oder durch die Eigenschaften eines Gegenstandes, welche das Gefühl der Lust erwecken. —— Vaterlandsliebe —— Nächstenliebe. —— Zärtlichkeitswort für die Geliebte. —— Cupido, der Liebesgott.«

Er pausierte und dachte ein wenig nach, während Zo, die nichts hörte, was sie interessierte, ans Fenster ging und hinaussah. »Welche von diesen Bedeutungen macht das Glück ihres Lebens aus? —— welche hätte das des meinigen ausmachen können?« dachte er und schloß verächtlich das Buch. »Sogar diejenigen, deren Sache es ist, sie zu erklären, versuchen es auf wer weiß wie viele verschiedene Weisen und geben damit doch durchaus keine Erklärung. Und doch, ihre Existenz steht fest.« Zu diesem Schlusse kam er unwillkürlich und nicht zu seinem Behagen. Zum ersten Male drängte sich ihm der Zweifel auf, ob ihm von seinem Leben Alles das geworden sei, was es ihm hätte geben können.

Mittlerweile war Zo des Alleinseins am Fenster müde geworden und versuchte, Carmina zur Gesellschaft zu bekommen. »Komm und sieh mit mir aus dem Fenster.«

Das junge Mädchen aber lehnte es sanft ab. Ihre Gedanken weilten bei Ovid. Noch einen Tag, und sie war vielleicht auf dem Wege zu ihm. Wann kam nur Teresa!

Der Doktor war zu sehr mit sich selbst beschäftigt, um sie zu beachten, der schwache Zweifel, ob er seinen scharfen Verstand richtig angewandt, beherrschte ihn noch. »Liebe!« brach er aus in der Bitterkeit seines Herzens. »Es ist gar keine Frage des Gefühls, sondern blos des Nutzens. Wem bringt die Liebe etwas ein?«

Carmina hatte diese letzten Worte gehört und antwortete: »Jedem bringt sie Glück.« Dann sah sie ihn mit traurigen Augen an und legte die Hand aus seinen Arm. »Jedem, außer Ihnen.«

Er lächelte spöttisch. »Jedem bringt sie Glück,« wiederholte er. »Und wer weiß, was sie ist?«

Das junge Mädchen zog ihre Hand wieder fort und blickte zu dem ruhigen Abendhimmel auf.

»Wer weiß es?« wiederholte er.

»Gott,« sagte sie.

Benjulia schwieg.


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